Lexikon der Fachbegriffe
Leberbiopsie
die Entnahme und Untersuchung von Gewebe aus der Leber
Leberpunktion
Eine dünne Hohlnadel wird zwischen zwei Rippen durch die Haut und die Zwischenrippenmuskulatur in die Leber gestochen. Durch eine aufgesetzte Spritze wird ein kleines Gewebsstück aufgesaugt. Danach wird die Nadel aus der Leber zurückgezogen. Die Gewebsprobe wird in das Labor eingeschickt und dort mikroskopisch auf Veränderungen hin untersucht und beurteilt.
Leberzellkarzinom
der Leberkrebs
Leberzirrhose
Die Leberzirrhose (griechisch κίρρωσις, kírrosis) ist das unwiderrufliche Endstadium verschiedener chronischer Lebererkrankungen und entwickelt sich meist über einen langen Zeitraum.
Letalität
(von lat. letalis tödlich) bezeichnet die „Tödlichkeit“ einer Erkrankung
Leukozyten
Leukozyten oder weiße Blutkörperchen sind Zellen des Blutes und dienen als Bestandteil des Immunsystems der Abwehr von Infektionen.
Lymphozyten
Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und werden in zwei Typen unterschieden: B-Lymphozyten und T-Lymphozyten. Lymphozyten sind die eigentlichen Abwehrzellen des menschlichen Körpers. T-Lymphozyten senden Botenstoffe an Killer-Zellen, B-Zellen und andere für die Immunabwehr verantwortliche Zellen, aktivieren diese Zellen und organisieren deren Verteilungsmuster. Erhöhte Werte können während der Genesungsphase einer Infektionskrankheit auftreten.
Metabolisierung
der Abbau stoffwechseleigener und stoffwechselfremder Substanzen wie z. B. Stoffwechselprodukte, körperfremde Stoffe, Alkohol, Arzneimittel oder Umweltgifte
Mutation
Eine Mutation (lat. mutare- verändern) ist eine Veränderung des Erbgutes.
Naive Patienten
Patienten ohne Interferonbehandlung in der Vergangenheit
NIH
National Institutes of Health. Die Aufgaben der National Institutes of Health (NIH) bestehen in der Unterstützung der medizinischen und der Verhaltensforschung in den Vereinigten Staaten, der Publikation von Leitlinien sowie der Überwachung des medizinischen Marktes.
Nonresponder
Patienten, die auf eine Therapie nicht ansprechen.
Nukleotiden
Ein Nukleotid ist ein Molekül, das als kleinster Baustein von Nukleinsäuren fungiert und auch im genetischen Code verwendet wird.
Osteoporose
Der übermäßige Abbau der Knochensubstanz, der das ganze Skelett betrifft. Die Krankheit ist daher auch als Knochenschwund bekannt.
parenteral
unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts; z.B. Blut-Blut-Kontakt
Pathogenese
Die Entstehung und Entwicklung von krankheitswertigen Störungen, Defekten und sonstigen Veränderungen sowie behindernden Missbildungen und Krankheiten aller Art einschließlich "funktioneller" und psychischer Störungen.
PEG
Polyethylenglykol (syn. Macrogol, Polyethylenoxid, Carbowachs). Polyethylenglykol ist ein additives Polymer aus mindestens drei Ethylenglykoleinheiten und Wasser.
peripher
entfernt vom Zentrum; damit werden äußere Körperregionen, z. B. Finger, Hände, Arme, Füße und Beine bezeichnet
portale Hypertension
Portale Hypertension (auch Portale Hypertonie, Pfortaderhochdruck) bezeichnet die Erhöhung des portalvenösen Drucks über den Normbereich (2 - 6 mmHg).
Prognose
Vorhersage z. B. des Krankheitsverlaufes
prophylaktisch
vorsorglich
Prophylaxe
die Vorsorge
Präkanzerose
eine Gewebsveränderung, die mit einem statistisch erhöhten Risiko für eine maligne (bösartige) Entartung einhergeht
Prävalenz
Die Prävalenz ist eine epidemiologische Kennzahl und sagt aus, wie viele Individuen einer bestimmten Population an einer bestimmten Krankheit erkrankt sind. Sie ist eine absolute Größe. Die Prävalenzrate ist dagegen eine relative Größe; sie wird bestimmt durch die Zahl der Erkrankten im Verhältnis zur Zahl der Untersuchten.
Punktion
siehe Leberpunktion
QALY
Abkürzung für Quality Adjusted Life Year. Die Bewertung eines Lebensjahres in Relation zur Gesundheit. Ein QALY von 1 bedeutet ein Jahr in voller Gesundheit, während ein QALY von 0 dem Ableben entspricht. Dazwischen sind alle Werte möglich. Das Maß "Kosten je (zusätzliches) QALY" ist international und bietet eine Annäherung zur einheitlichen Bewertung von Gesundheitsleistungen und damit zur effizienten Ressourcenverwendung im Gesundheitssektor.
Replikation
Als Replikation oder Reduplikation bezeichnet man die Vervielfältigung eines DNA- oder RNA-Moleküls.
Resistenz
die Widerstandskraft eines Organismus gegen äußere Einflüsse
Response
das Ansprechen auf eine Therapie
RKI
Robert Koch Institut
RNA
Ribonukleinsäure (RNS), meist nach der englischen Bezeichnung ribonucleic acid mit RNA abgekürzt, ist eine Nukleinsäure, eine Kette aus vielen Nukleotiden. Eine wesentliche Funktion der RNA in der Zelle ist mittels Transkription genetische Information von der DNA zu kopieren und mittels Translation in Proteine zu übersetzen.
Serokonversion
das Entwickeln von Antikörpern gegen Antigene eines Fremdkörper
Signifikant
deutlich, wichtig bzw. erheblich, messbar
Sinusoid
Leberkapillare
Sklera
Lederhaut der Augen
Superinfektion HDV
ein bereits mit Hepatitis B infizierter Patient infiziert sich zusätzlich mit dem Hepatitis D-Virus
SVR (Sustained Virological Response)
das anhaltende virologische Ansprechen / Die chronische Virushepatitis C gilt als geheilt, wenn das Virus vollständig eliminiert ist. Dies ist erreicht, wenn 24 Wochen nach Behandlungsende keine HCV RNA mehr im Serum nachweisbar ist.
Titer
Ein Titer ist ein Maß für die Anzahl von Antikörpern im Blut nach einer Impfung. Bei einer Hepatitis-Impfung wird er grob in 3 Teile eingeteilt:
Der Wert ist...
  • < 10: Es existiert quasi kein Impfschutz
  • 10 - 100: Der Impfschutz ist zu niedrig, d. h. es ist eine erneute (Auffrisch-)Impfung nötig
  • > 100: Impfschutz in Ordnung
Transaminasen
Transaminasen sind substratspezifische Enzymproteine (GOT, GPT, GAMMA-GT), welche eine Aminogruppenübertragung durchführen.
Varizen
Krampfadern
Virionen
Tochterviren
Virus
Als Virus (lat. virus- „Schleim, Saft, Gift“) bezeichnet man in der Biologie genetische Elemente in Form von Nukleinsäuren, die als Fremdbestandteile in Zellen von Lebewesen („Wirtszellen“) unabhängig von deren eigenen Nukleinsäuren mit Hilfe der Replikationseinrichtungen dieser Zellen repliziert werden.
Viruslast (engl. viral load)
Die Viruslast stellt die Menge eines in einer Körperflüssigkeit gefundenen Virus dar.
Virämie
Die Virämie bezeichnet das Vorhandensein von Viren im Blut.
WHO
englisch World Health Organization für deutsch Welt Gesundheits Organisation
Zirrhose
Die Leberzirrhose (griechisch κίρρωσις, kírrosis) ist das unwiderrufliche Endstadium verschiedener chronischer Lebererkrankungen und entwickelt sich meist über einen langen Zeitraum. 
Ödem
Das Ödem ist eine Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem im Gewebe.
Ösophagusvarizen
die Bildung von Krampfadern in der Speiseröhre

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