HIV/HCV-Koinfektion

Die HIV-Infektion ist durch die Entwicklung neuerer wirksamer Medikamentenkombinationen zu einer behandelbaren chronischen Erkrankung geworden. Bei HIV/HCV-koinfizierten Patienten wird die Behandlung mit der Kombinationstherapie aus pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin mittlerweile sogar empfohlen: Alle klinisch symptomatischen HIV/HCV-Patienten sowie Patienten mit mehr als 5.000 bis 10.000 Viruskopien/ml sollten behandelt werden.

Allerdings kann eine Kombinationstherapie nur dann durchgeführt werden, wenn die Helferzellen noch nicht allzu drastisch abgesunken sind. Ansonsten muss das Immunsystem durch eine HIV-Therapie erst wieder soweit hergestellt werden, so dass mit der Hepatitis C-Therapie begonnen werden kann.

Steigt die HIV-Viruslast unter der Behandlung mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin dennoch an, muss die Medikamentenkombination der HIV-Therapie umgestellt werden.

Würde die HIV-Infektion unter einer Therapie mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin nicht behandelt werden, würde das Fortschreiten von HIV zu Aids künstlich beschleunigt werden. Deshalb ist eine ständige Kontrolle der HIV-Viruslast unter einer Interferonbehandlung unabdingbar. Um die Heilungschancen von koinfizierten Patienten genau beurteilen zu können, sind noch einige Studien notwendig.

Ratgeber zur HCV/HIV-Koinfektion

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